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Faistenau


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Ort/Stadt
- , Österreich

Am Sonntag, den 4. Oktober 2009, wurde im Wanderdorf Faistenau der Bärenweg Lidaun mit mehr als 100 Wanderbegeisterten feierlich eröffnet!

Wandern am Bärenweg - Faistenau Salzburg

Das waldreiche Faistenau hat nachweislich eine „bärige“ Geschichte, denn im Jahre 1838 wurde der letzte Bär des Landes Salzburgs – heute ausgestellt im Haus der Natur – in Faistenau erlegt und 2006 hinterließ der Bär Moritz Bärenspuren am Lidaun und Richtung Wiestal, Augenzeugen bestätigten die Spurenleser. Es war also naheliegend, den in der Bevölkerung seit langem als „Bärenhöhle“ bekannten Dolineneinbruch nahe des Lidaungipfels auf 1.237m mit naturnahen Maßnahmen sicher begehbar zu machen und einen Lehrweg über den europäischen Braunbären zu gestalten.

„Der Bär ist ein kontrovers diskutiertes Thema. Am Bärenweg wollten wir daher ganz bewusst differenziert informieren, damit sich die Interessierten selbst eine Meinung bilden können. Wir haben sowohl WWF und das Projekt Fair zum Bär als auch die Salzburger Jägerschaft eingeladen, sich inhaltlich an unserer Auseinandersetzung zu beteiligen,“ sagt der Projektleiter und als ehemaliger Oberforstmeister sehr fachkundige Ing. Ernst Rittsteiger.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. 5 informative Tafeln säumen den Westanstieg zum Lidaungipfel.

Info Tafel / Bergmesse Lidaun - Faistenau Salzburg

Die letzte Station ist die Bärenhöhle selbst, in der auf Besucher eine nervenkitzelnde Überraschung wartet. „Dabei haben wir besonders auf Echtheit und Nachhaltigkeit geachtet. Wir wollten keinen Kitsch am Berg haben, keine Plastikfiguren oder ähnliches. Dennoch sollten ebenso Kinder angesprochen sein. Mit dem Kinderquiz an den einzelnen Stationen und dem unerwarteten, aber ungefährlichen Thrill in der Höhle selbst ist uns das gelungen,“ freut sich der Obmann des Tourismusverbandes Faistenau über die positiven Reaktionen der vielen Kinder, die schon bei der Eröffnung des Weges neugierig waren.

Die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Faistenau, Stefanie Rehrl, begrüßte die Wanderer um 12 Uhr unter der Dorflinde im Ortszentrum bei strahlendem Sonnenschein, wie er hätte schöner nicht sein können. Nach ein paar kurzen Informationen und der Vorstellung des passenden Souveniers – ein kleiner Teddy namens Faisti – ging es auch schon los...

Eröffnung Bärenhöhle - Faistenau Salzburg

...über die beiden Kreuzfichten an der Lidaunstraße zum Beginn des eigentlichen Bärenweges an der Westseite des Berges. Bis dahin geht man eher flach dahin, gerade richtig zum Aufwärmen. Ab der Forststraße geht es moderat bergauf, die Informationstafeln am Wegesrand laden zum Lesen, Raten und nebenbei den immer schöner werdenden Ausblick zu genießen. Ab der Abzweigung vom Rundwanderweg Richtung Gipfel geht’s auf einem Wanderweg über „Stock und Stein“ und auch ein bisschen steiler, bis sich am Gipfel der Blick weit in das Salzburger Land auftut und den almerischen Charakter des Salzburger Alpenvorlandes preisgibt.

Dort angekommen zelebrierte der Faistenauer Pfarrprovisor Manfred Neulinger die heilige Messe der Berg- und Naturwacht Flachgau, anschließend wurde der Bärenweg von Vizebürgermeister Josef Wörndl, Ing. Ernst Rittsteiger und TVB Obmann Gerhard Teufl feierlich eröffnet und von Pfarrer Neulinger die Wegsegnung vorgenommen. So manche Wanderer haben sich nach dem Nervenkitzel in der Bärenhöhle noch mit dem Salzkammergut Schnitzmesser am Schnitzbaum nahe der Höhle verewigt.

Nach dem Abstieg dann, gab es die obligatorische Wanderereinker auf eine verdiente „bärige Jaus’n“ bei der Jausenstation Ebnerwirt im Ortsteil Lidaun, wo die letzten Sonnenstrahlen unter den Kastanienbäumen den Abschluss eines wunderbaren
Wandertages bildeten.

Bärenfolder